Hi ihr!
Ich dachte mir ich berichte euch heute mal aus dem Institut, in dem ich zur Zeit unterrichte. Also ich habe 3 Kurse mit sehr unterschiedlicher Besetzung. Der erste Kurs besteht aus ca. 12 Leuten so um die 16 Jahre alt. Inzwischen herrscht dort eine sehr gute und lockere Atmosphere. Dazu muss man wissen, dass hier die Leute mit 16 von der Schule abgehen und dann an die Universität gehen. Einige von ihnen haben schon ein ziemlich klares Ziel vor Augen und sind entsprechend motiviert. Andere sind natürlich nur zum Spass da.
Mein zweiter Kurs besteht zum grossen Teil aus 13 und 14 Jährigen (ca. 20 Leute). Das ist bedeutend mehr Arbeit und sie streiken schon das ein oder andere Mal total, so dass ich da schon des öfteren Zähne zeigen muss.
Der dritte Kurs ist völlig gemischt und ich habe einen 13 Jahrigen und einen ca. 45 Jahrigen darin sitzen und alles dazwischen (ca.24 Leute). Der Kurs gefällt mir auch sehr gut, weil sich da vieles disziplinarische einfach regelt indem der ältere Sitznachbar seinen kleinen Nachbarn manchmal schon zurechtweist und der Kleine aber schneller lernt und dem anderen dann bei den Aufgaben auch schon mal Erklärungen auf Spanisch gibt.
Insgesamt musste ich schon am Anfang etwas rudern um da so das Ein oder Andere zu regeln wie z.B. das man nicht im Laufe der ersten halben Stunde in meinen Kurs reindröppelt, sondern pünktlich kommt und seine Brocken dabei hat. (Damit hat Kurs 2 noch immer Probleme, aber die anderen haben das nach einer Ansage zu Anfang inzwischen begriffen) Das mit den Hausaufgaben habe ich leider am Anfang nicht ausdrücklich genug erwähnt und an den Nachwirkungen arbeite ich jetzt noch. Ich habe inzwischen eine Liste in Sachen "Rules and Regulations" mit der ich meinen nächsten Kurs beginnen werde. Ich muss für jede Stunde eine Stundenplanung schreiben und nachdem ich mich die erste Woche sklavisch dran gehalten habe, nehme ich mir nun doch etwas mehr Freiheit und glaube das bekommt denn Kursen ganz gut. Vieles lässt sich ja nun doch nicht vorhersehen. Nicht alle Themen sind gleich spannend zu unterrichten und ich hatte gestern doch arg Mühe meine ganz Kleinen auf Jobinterviews vorzubereiten. Diese Stunde war doch sehr wie Steineklopfen. Das Lehrbuch sieht das leider so vor. Überhaupt ist recht genau vorgegeben was wir mit den Schülern bis wann schaffen müssen.
Heute hatte ich allerdings ein totales Highlight denn ich habe eine Stunde bei meinem ersten Kurs zu Konjunktionen gehalten welche ein absoluter Selbstläufer geworden ist. Ist schon geil zu sehen wenn bei denen so nach und nach die Lampe angeht und sie endlich raffen wozu die gut sind. (Dank hierbei nochmal an SU und ihren "Kit des Denkens" Spruch) Das habe ich nämlich nachher noch zur Diskussion gestellt und sie meinten sie seien eher wie ein Gelenke ;-)
Grundsätzlich stelle ich fest, dass ich zwar gerne unterrichte, aber lieber bei Älteren, da ich da nicht ganz so viel reine Motivationsarbeit leisten muss und mich mehr mit den relevanten Dingen meines Faches beschäftigen kann, statt ständig "Mijail" oder "Renato" rufen zu müssen, weil die gerade mal wieder die Tasche ihrer Nachbarn ausgekippt haben.
Lustig wird es immer wenn sie etwas auf Spanisch fragen und ich das Wort nicht kenne. Dann wird gezeichnet bis ich erkannt habe um was es sich handelt und ich spucke das englische Wort aus. Inzwischen haben sie richtig Spass daran und formulieren im Englischen so lange um bis ich eine Ahnung habe was sie meinen.
So nun muss ich aber noch 2 Planungen schreiben und dann ab in die Kurse.
Bis bald
Isa
Ich dachte mir ich berichte euch heute mal aus dem Institut, in dem ich zur Zeit unterrichte. Also ich habe 3 Kurse mit sehr unterschiedlicher Besetzung. Der erste Kurs besteht aus ca. 12 Leuten so um die 16 Jahre alt. Inzwischen herrscht dort eine sehr gute und lockere Atmosphere. Dazu muss man wissen, dass hier die Leute mit 16 von der Schule abgehen und dann an die Universität gehen. Einige von ihnen haben schon ein ziemlich klares Ziel vor Augen und sind entsprechend motiviert. Andere sind natürlich nur zum Spass da.
Mein zweiter Kurs besteht zum grossen Teil aus 13 und 14 Jährigen (ca. 20 Leute). Das ist bedeutend mehr Arbeit und sie streiken schon das ein oder andere Mal total, so dass ich da schon des öfteren Zähne zeigen muss.
Der dritte Kurs ist völlig gemischt und ich habe einen 13 Jahrigen und einen ca. 45 Jahrigen darin sitzen und alles dazwischen (ca.24 Leute). Der Kurs gefällt mir auch sehr gut, weil sich da vieles disziplinarische einfach regelt indem der ältere Sitznachbar seinen kleinen Nachbarn manchmal schon zurechtweist und der Kleine aber schneller lernt und dem anderen dann bei den Aufgaben auch schon mal Erklärungen auf Spanisch gibt.
Insgesamt musste ich schon am Anfang etwas rudern um da so das Ein oder Andere zu regeln wie z.B. das man nicht im Laufe der ersten halben Stunde in meinen Kurs reindröppelt, sondern pünktlich kommt und seine Brocken dabei hat. (Damit hat Kurs 2 noch immer Probleme, aber die anderen haben das nach einer Ansage zu Anfang inzwischen begriffen) Das mit den Hausaufgaben habe ich leider am Anfang nicht ausdrücklich genug erwähnt und an den Nachwirkungen arbeite ich jetzt noch. Ich habe inzwischen eine Liste in Sachen "Rules and Regulations" mit der ich meinen nächsten Kurs beginnen werde. Ich muss für jede Stunde eine Stundenplanung schreiben und nachdem ich mich die erste Woche sklavisch dran gehalten habe, nehme ich mir nun doch etwas mehr Freiheit und glaube das bekommt denn Kursen ganz gut. Vieles lässt sich ja nun doch nicht vorhersehen. Nicht alle Themen sind gleich spannend zu unterrichten und ich hatte gestern doch arg Mühe meine ganz Kleinen auf Jobinterviews vorzubereiten. Diese Stunde war doch sehr wie Steineklopfen. Das Lehrbuch sieht das leider so vor. Überhaupt ist recht genau vorgegeben was wir mit den Schülern bis wann schaffen müssen.
Heute hatte ich allerdings ein totales Highlight denn ich habe eine Stunde bei meinem ersten Kurs zu Konjunktionen gehalten welche ein absoluter Selbstläufer geworden ist. Ist schon geil zu sehen wenn bei denen so nach und nach die Lampe angeht und sie endlich raffen wozu die gut sind. (Dank hierbei nochmal an SU und ihren "Kit des Denkens" Spruch) Das habe ich nämlich nachher noch zur Diskussion gestellt und sie meinten sie seien eher wie ein Gelenke ;-)
Grundsätzlich stelle ich fest, dass ich zwar gerne unterrichte, aber lieber bei Älteren, da ich da nicht ganz so viel reine Motivationsarbeit leisten muss und mich mehr mit den relevanten Dingen meines Faches beschäftigen kann, statt ständig "Mijail" oder "Renato" rufen zu müssen, weil die gerade mal wieder die Tasche ihrer Nachbarn ausgekippt haben.
Lustig wird es immer wenn sie etwas auf Spanisch fragen und ich das Wort nicht kenne. Dann wird gezeichnet bis ich erkannt habe um was es sich handelt und ich spucke das englische Wort aus. Inzwischen haben sie richtig Spass daran und formulieren im Englischen so lange um bis ich eine Ahnung habe was sie meinen.
So nun muss ich aber noch 2 Planungen schreiben und dann ab in die Kurse.
Bis bald
Isa
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