Montag, 10. August 2009

Nachtrag Maras Moray und Salineras




So! Hier nun der Nachtrag zu Maras Moray. Das ganze liegt in der Nähe von Cusco und bei Moray handelt es sich um eine art Experimentierfelder der Inkas. Diese haben kreisförmige Terassen angelegt, die unterschiedlich gross sind. Wichtig war ihnen hierbei wie bei allen ihren Bauten, dass sie im Einklang mit den geologischen Gegebenheiten standen. Es wurden also keine Hänge abgetragen um Gleichförmigkeit zu erlangen. Sie haben dann also auf den verschiedenen Terassen verschiedenes Gemüse ("Alles Salat" ;-) ) angebaut und geschaut wie es sich entwickelt. Dann haben sie die verschiedenen Arten auf verschiedenen Terassen ausprobiert, wobei natürlich die höheren und grösseren mehr Sonne abkriegen und die auf den unteren Terassen mehr Schatten haben, aber dafür z.B. keinen Wind abkriegen. Die Ernte haben sie dann in kleinen Gebäuden gelagert und vermutlich genauestens beguckt. Leider hat es übelst geregnet an dem Tag so dass wir nach der Besichtigung völlig durchnässt in den Bus zurückgeklettert sind.








Der nächste Stop waren dann die Salineras. Mein persönliches Highlight! Es sind Salzminen oder besser Salzgärten. Jede Familie hat einen Salzgarten den sie "bewirtschaftet". Wir haben tatsächlich einige Leute mit (und ohne) Gummistiefeln in ihren Gärten Salz schöpfen sehen. Das verrückte ist einfach auch die Grösse des Ganzen! Ich schätze es sind hunderte solcher kleinen Parzellen in denen sich Salz befindet. An diesen kleinen Parzellen fliesst supersalziges Wasser vorbei, welches ich natürlich gleich probieren musste. Das Gelände ist ein riesiger Berg, der mit einer art Salzschicht überzogen zu sein scheint. Ich bin da mal etwas raufgeklettert und habe daranrumgebröselt. Salz!
Früher sind die Leute aus der Selva eben dorthin gegangen und haben ihre handgefertigten Güter gegen Salz eingetauscht. Da ich zu dem ganzen noch hundert Fragen habe, werde ich da auf jedenfall noch einmal hinfahren und mich genauer erkundigen.

Danach sind wir dann 1 1/2 Stunden bis zum Urubamba heruntergelaufen, dort wird es dann total tropisch. Durch den riesigen Höhenunterschied wirkt das sehr eigenartig. Bei den Salineras war es arg kalt und windig und richtiges Bergwetter und am Fluss war dann fast Regenwald und eine feuchtwarme Luft. War mir aber sehr recht, denn mein Flies hatte sich inzwischen völlig vollgesogen. Murphis Law war natürlich wieder eingetreten: Mit Regenjacke - kein Regen; Einmal vergessen - Regen!
Soweit so gut: nun bin ich ja wieder in der Schule nach meinem Limaausflug und hatte heute 7 Stunden Unterricht in Spanisch und Quechua, welches mir immer besser gefällt. Leider habe ich auch noch ca. 3 Stunden Hausaufgaben und muss mich jetzt mal darum kümmern.

LG
Isa

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